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Organisationsbericht Sport- und Bäderamt

2015-07-22 22:16 von Admin

Der Artikel im GA vom 21.6.2015
Der Artikel im GA vom 21.6.2015

Seit Jahren versuchen wir verlässliche Betriebszahlen für das Melbbad von der Stadt zu bekommen. Es war in der Vergangenheit nicht möglich - ein ums andere Mal wurden wir vertröstet. Nun offenbart sich schon im Vorwort der internen  „Organisationsuntersuchung Sport- und Bäderamt. Abschlussbericht März 2015“, woran wir als Verein mit vielen Vorschlägen in der Vergangenheit gescheitert sind:

"Die im Sport- und Bäderamt bislang betriebene Sportentwicklungsplanung orientierte sich an feststehenden Sportarten und Sportbedürfnissen und hatte eher einen „verwaltenden“ Charakter. Derzeit liegen kaum ausreichend systematische Daten vor, die eine planvolle und umsichtige Sportpolitik überhaupt erst ermöglichen würden."

Als Grundlage für die Bäder wird für diesen Bericht das Jahr 2013 gewählt. Zunächst wird der Personalbedarf für die 3 Hallenbäder, das Kombibad und die 5 Freibäder ermittelt. Hierfür wird noch von den damaligen Öffnungszeiten ausgegangen. Hinzu werden Betriebs- und Sanierungskosten aufgeführt. Bei den in näherer Zukunft notwendigen Sanierungskosten werden nach Angaben des Gebäudemanagements aus 2011 insgesamt 41,1 Mio € veranschlagt. Interessant ist hierbei, dass für das Melbbad 2,12 Mio € angesetzt werden, obwohl das Bad vor kurzer Zeit mit Ausnahme des Umkleide-, Toiletten- und Duschbereiches auf einen technisch-aktuellen Stand saniert wurde.
Ist eine Sanierung in dieser Größenordnung wirklich erforderlich oder wird hier bewusst mit hohen Schätzungen der „Sanierungsbedarf“ künstlich hochgetrieben, um Argumente für Schließungen zu finden?

Derzeit erfordert der Betrieb der Bäder nach Angaben in diesem Bericht einen jährlichen „Zuschuss“ von 5,5 Mio €. Hier ist auf den Begriff „Zuschuss“ hinzuweisen. Es wird offensichtlich von den Projektbeteiligten komplett außer Acht gelassen, dass Badbesucher auch Steuerzahler sind und somit auch gewisse Rechte an Infrastruktur erworben haben, die nicht in jedem Fall unter einer 100%igen Kostendeckung betrachtet werden darf.

Beueler Bütt, Kurfürstenbad, Ennertbad, Melbbad und Friesdorfer Freibad: sollen zukünftig geschlossen werden

Einsparpotentiale sehen die Autoren durch Schließung von Bädern. Die Vorschläge werden in einem Konsolidierungsmodell zusammengefasst. Es sollen zwei Kombibäder vorgehalten werden. Hierfür werden das Hardtbergbad und ein neu zu errichtendes Kombibad auf der rechtsrheinischen Seite vorgeschlagen. Als Freibäder sollen nur das Römerbad und das Panoramabad in Rüngsdorf erhalten bleiben.

Alle anderen Bäder sollen geschlossen werden. Eine Ausnahme ist das Frankenbad, das nach Neubau eines Kombibades in Vereinsführung des SSF übergeben werden soll.

Mal wieder: Fachkräfte

Interessant ist auf S. 39 des Berichtes eine Diskussion über notwendige Fachkräfte und das daraus gezogene Fazit:

„Aufgrund der vorgenannten Ausführungen kann festgehalten werden, dass den Forderungen des Fachbereiches von 2 Fachkräften pro Schicht zzgl. Badleiter (bis zu 3 Fachkräften pro Schicht) nicht vollumfänglich gefolgt werden kann/muss.

Es gilt vielmehr, dass für die Wasseraufsicht der Einsatz von Rettungsschwimmern zulässig und ausreichend ist, wenn ihre Leitung und Aufsicht durch eine Fachkraft sichergestellt ist. Für die Fachkraft bedeutet das die Wahrnehmung von Führungs- und Fachverantwortung durch Anordnen, Kontrollieren, Unterrichten und Überwachen oder Beaufsichtigen der Rettungsschwimmer.“

Hieraus wird deutlich, dass die bisherige Begründung zur Reduzierung der Badezeiten aufgrund mangelnder Fachkräfte aus Sicht der Autoren des Abschlussberichtes nach Sichtung der Vorgaben und Rechtsprechung nicht mitgetragen werden.

Somit wäre das Angebot eines Frühschwimmens in verschiedenen Bädern ohne große Probleme möglich gewesen.
Sowohl wir als Förderverein, als auch andere Partner hätten ihren
finanziellen Beitrag dazu geleistet, ein Frühschwimmen im Melbbad zu
realisieren – im Interesse der Bonner Bürger - dies wurde aber vom Bäderamt
nicht mitgetragen.

23-7-2015:

Die Reaktion der Stadt Bonn: "Wir gehen auf Nummer sicher" Artikel im General Anzeiger Bonn vom 23.7.2015

 

Der Organisationsbericht im Bonner Ratsinformationssystem

Mitteilungsvorlage

 

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Kommentar von KLausSchmidt | 2015-07-24

Hallo,
Der GA-Dialog "Beueler Treff" findet am 27.August im Ennertbad statt. Das Thema ist: Schwimmer im Abseits.
Eingeladen sind: Herr Herkt, Herr Laubenthal (Vize Bürgermeister von Beuel), Frau Johannsen (Vorsitzende der TSV) und viele andere.
Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Mitglieder von unserem Verein auch an der Veranstaltung teilnehmen würden.

Klaus Schmidt

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