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Neuer Vorstand November 2015

Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 5.11.2015 wurde ein neuer erster Vorsitzender in den Vorstand gewählt. Gleichzeitig verstärkte sich der Vorstand mit einem kommissarischen Schatzmeister.

Dr. Jürgen Gebel 1. Vorsitzender
Irmingard Kabus stellvertretende Vorsitzende
Maren Storck stellvertretende Vorsitzende
Frank Micus Schatzmeister
Horst Lehmeier
stellvertretende Schatzmeister
Agathe Blümer Schriftführerin
Dorothee Erdmann – Zeppernick    
stellvertretende Schriftführerin

Nachruf auf Jürgen Broich

Im Rahmen der Mitgliederversammlung vom 25.3.2015 hielt Dr. Patrick von zur Mühlen den hier wiedergegebenen  bewegenden Nachruf auf den Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Vereins "Unser Melbbad e.V."

 

Liebe Mitglieder des Vereins „Unser Melbbad“,

wir haben uns heute versammelt, um einen neuen Vorsitzenden zu wählen und die weitere Arbeit unseres Vereins zu diskutieren.

Der Anlass aber, der uns zusammenführt, ist ein trauriger, nämlich der Verlust, den uns der Tod unseres früheren Vorsitzenden bereitet hat.  Ich halte es deswegen für angemessen, dass wir einen Rückblick auf das werfen, was wir ihm zu verdanken haben.

Die Geschichte des Melbbades ist untrennbar mit dem Lebenslauf Jürgen Broichs verbunden. Er war es, der als kleiner Junge zusammen mit seinem Großvater den Grundstein für das Schwimmbad  auf einem Grundstück legte, das früher der Familie gehört hatte. Er wuchs in unmittelbarer Nachbarschaft hier auf und wohnte nach Aufenthalten in anderen Städten und im Ausland seit 1977 wieder in dieser Nachbarschaft des Schwimmbades. Hier war er in der Sommersaison fast täglich zu sehen, und es hat fast einen symbolischen Charakter, dass er auch in dieser Nachbarschaft gestorben ist.

Jürgen Broich war darüber hinaus ein Teil von Poppelsdorf. Wer wie ich im selben Hause wohnte, sah ihn fast täglich. Man konnte sich an einander wenden, wenn man Hilfe brauchte oder einen Rat suchte.

Der Erhaltung des Schwimmbades diente seine ganze Energie, als vor etwa fünfzehn Jahren Gerüchte über eine bevorstehende Schließung aufkamen. Er gründete den Verein und ging förmlich in der Arbeit für das Schwimmbad auf. Ohne Unterlass knüpfte er Kontakte zu möglichen Verbündeten, entwickelte Ideen für eine zukunftsorientierte Gestaltung des Melbbads, sprach mit Vertretern von Parteien, von anderen Vereinen und mit der Stadtverwaltung. 2008, als wieder einmal das Damoklesschwert der Schließung über uns schwebte, organisierte er die große Demonstration auf dem Marktplatz, an der laut Presse über 500 Bürger teilnahmen.

Einige Eigenschaften bzw. Fähigkeiten halfen ihm. Das eine war seine Kontaktfreudigkeit und Kontaktbereitschaft. Er stellte Verbindungen her zur Politik, zur Wirtschaft, zur Hochschule, zu anderen Vereinen und Institutionen, wenn er meinte, dass eine Zusammenarbeit hilfreich sein könnte.

Das zweite war seine umfassende Kenntnis der Geschichte des Melbbades, der Probleme von Verwaltung und Kommunalpolitik bis zu wirtschaftlichen und juristischen Fragen, die mit der Arbeit des Vereins verbunden waren. Ohne diese Fähigkeit wäre unsere Arbeit mit größeren Schwierigkeiten verbunden gewesen.

Und das dritte war sein Ideenreichtum. Alle vom Verein gespendeten Ausstattungen des Schwimmbades – von den Bänken über die Strandkörbe bis zu den Gummitieren – gingen größtenteils auf seine Anregungen zurück. Ich erinnere an das Fest zum 60. Gründungstag des Melbbades im Jahre 2012, der ja ein voller Erfolg wurde. Die Mitwirkung von Tanzschulen und freiwilliger Feuerwehr, Rotem Kreuz und Presse und vielen anderen, die Darbietungen, mit denen die Sorge um das Melbbad der Bevölkerung nahe gebracht werden sollte, erinnert an seine kreativen Strategien. Alles dies wird uns jetzt fehlen. Und es wird dem neuen Vorstand schwer fallen, durch eigene Arbeit diesen Verlust auszugleichen.

Ich denke, wir können mit großem Dank auf seine Arbeit zurückblicken und drücken gleichzeitig der Witwe Evangelina Broich und den Angehörigen unser Mitgefühl aus. Ich halte es für angemessen, dass wir uns erheben und mit einem Augenblick stillen Gedenkens auf diese Weise unseren Dank und unser Mitgefühl ausdrücken.